Der Unterschied

Züchter vs. Vermehrer

Ein Welpe kommt ins Haus

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ZWERGSCHNAUZER – Rassestandard (FCI-Standard Nr. 183 /18.04. 2007 / D)

URSPRUNG: Deutschland.
VERWENDUNG: Haus- und Begleithund.
KLASSIFIKATION: FCI Gruppe 2 | Pinscher und Schnauzer

 

Der Zwergschnauzer gehört zu den "proportionierten Zwergen". Er ist das verkleinerte Abbild des Schnauzers ohne zwerghaftig zu wirken. Zwergschnauzer sind "ganze Hunde" die oft unterschätzt werden, manchmal sogar von ihren Besitzern.

 

Mit ihrer Intelligenz und gehörigem Maß an Sturheit (gilt für alle Schnauzer) können sie die Herrschaft über eine ganze Familie an sich reißen. Der friedfertige Zwergschnauzer lernt leicht Gehorsam und ist nicht bissig. Er verträgt sich gut mit Kindern und Artgenossen.

  

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Um die Jahrhundert-wende machte ein Schnauzerzwerg aus dem Raume Frankfurt/M. seinen Weg, damals noch als rauhhaariger Zwergpinscher bezeichnet. Es war keine leichte Aufgabe, aus den verschiedenen Formen, Grössen und Typen und dem Wirrwarr der harten,  weichen und seidigen Haarstrukturen einen Kleinhund zu schaffen, der dem Exterieur und den Wesensqualitäten seines grösseren Bruders, dem Schnauzer, voll entsprach.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Klein, kräftig, eher gedrungen als schlank, rauhhaarig,  elegant, das verkleinerte Abbild des Schnauzers, ohne die Mängel zwerghafter Erscheinungen.

 

WICHTIGE PROPORTIONEN:  Quadratischer Bau, wobei die Widerristhöhe etwa der Rumpflänge entspricht. Die Gesamtlänge des Kopfes (Nasenspitze bis Hinterhauptbein) entspricht der Hälfte der Rückenlänge  (Widerrist bis Rutenansatz).

 

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Seine Wesenszüge entsprechen denen des Schnauzers und werden durch Temperament und Gebaren eines Kleinhundes geprägt. Klugheit, Unerschrockenheit, Ausdauer und Wachsamkeit machen den Zwergschnauzer zum angenehmen Haushund wie auch zum Wach- und Begleithund, der auch in einer kleinen Wohnung problemlos gehalten 

werden kann.

 

KOPF

OBERKOPF

Schädel: Kräftig und langgestreckt, ohne stark hervortretendes Hinterhauptbein. Der Kopf soll zur Wucht des Hundes passen. Die Stirn ist flach und verläuft faltenlos und parallel zum Nasenrücken.

Stop: Erscheint durch die Brauen deutlich ausgeprägt.

 

GESICHTSSCHÄDEL

Nasenschwamm: Die Nasenkuppe ist gut ausgebildet und stets schwarz.

Fang: Er endet in einem stumpfen Keil. Der Nasenrücken ist gerade.

Lefzen: Schwarz, fest und glatt an den Kiefern anliegend, Lefzenwinkel geschlossen.

Kiefer / Zähne: Kräftiger Ober- und Unterkiefer. Das vollständige Scherengebiss (42 Zähne gemäss der Zahnformel) ist kräftig entwickelt, gut schliessend und rein weiss. Die Kaumuskulatur ist kräftig entwickelt, doch darf keine stark ausgebildete Backenbildung die rechteckige Kopfform (mit Bart) stören.

Augen: Mittelgross, oval, nach vorne gerichtet, dunkel, mit lebhaftem Ausdruck; Lider gut anliegend.

Ohren: Klappohren, V-förmig, hoch angesetzt und gleichmässig getragen, die Ohrinnenkanten an den Wangen anliegend, noch vorn in Richtung Schläfe gedreht, wobei die parallele Faltung den Oberkopf nicht überragen soll.

 

HALS: Der muskulöse Nacken ist erhaben gewölbt. Der Hals geht harmonisch in den Widerrist über. Kräftig aufgesetzt, schlank, edel geschwungen und zur Wucht des Hundes passend. Die Kehlhaut liegt straff und faltenlos an.

 

KÖRPER

Obere Profillinie: Vom Widerrist ausgehend, nach hinten leicht abfallend.

Widerrist: Bildet die höchste Stelle der Oberlinie.

Rücken: Kräftig, kurz und stramm.

Lenden: Kurz, kräftig und tief. Der Abstand vom letzten Rippenbogen bis zur Hüfte ist kurz, damit der Hund kompakt wirkt.

Kruppe: In leichter Rundung verlaufend, unmerklich in den Rutenansatz übergehend.

Brust: Mässig breit, im Querschnitt oval, bis zu den Ellenbogen reichend. Die Vorbrust ist durch die Brustbeinspitze markant ausgebildet.

Untere Profillinie und Bauch: Flanken nicht übermaässig aufgezogen, mit der Unterseite des Brustkorbes eine schön geschwungene Linie bildend.

 

RUTE : Naturbelassen: Zuchtziel ist die Säbel – oder Sichelrute.

 

GLIEDMASSEN

VORDERHAND

Allgemeines: Die Vorderläufe sind, von vorn gesehen, stämmig, gerade und nicht eng gestellt. Die Unterarme stehen, seitlich gesehen, gerade.

Schultern: Das Schulterblatt liegt fest dem Brustkorb an, ist beiderseits der Schulterblattgräte gut bemuskelt und überragt oben die Dornfortsätze der Brustwirbel. Möglichst schräg und gut zurückgelagert, beträgt der Winkel zur Waagrechten ca. 50°.

Oberarm: Gut am Rumpf anliegend, kräftig und muskulös, Winkel zum Schulterblatt etwa 95° bis 105°.

Ellenbogen: Gut anliegend, weder aus- noch einwärts drehend.

Unterarm: Von allen Seiten gesehen völlig gerade, kräftig entwickelt und gut bemuskelt.

Vorderfusswurzelgelenk: Kräftig, stabil, sich nur unwesentlich von der Struktur des Unterarms abhebend.

Vordermittelfuss: Von vorn gesehen senkrecht, von der Seite betrachtet leicht schräg zum Boden stehend, kräftig und leicht federnd.

Vorderpfoten: Kurz und rund, Zehen eng aneinanderliegend und gewölbt (Katzenpfoten), mit kurzen, dunkeln Nägeln und derben Ballen.

 

HINTERHAND

Allgemeines: Von der Seite gesehen schräg gestellt, von hinten gesehen parallel verlaufend, nicht eng gestellt.

Oberschenkel: Mässig lang, breit und kräftig bemuskelt.

Knie: Weder ein- noch auswärts gedreht.

Unterschenkel: Lang und kräftig, sehnig, in ein kraftvolles Sprunggelenk übergehend.

Sprunggelenk: Ausgeprägt gewinkelt, kräftig, stabil, weder nach innen noch nach aussen gerichtet.

Hintermittelfuss: Kurz und senkrecht zum Boden stehend.

Hinterpfoten: Zehen kurz, gewölbt und eng aneinanderliegend; Nägel kurz und schwarz.

 

GANGWERK: Elastisch, elegant, wendig, frei und raumgreifend. Die Vorderläufe schwingen möglichst weit vor, die Hinterhand gibt - weit ausgreifend und federnd - die erforderliche Schubkraft. Der Vorderlauf

der einen und der Hinterlauf der anderen Seite werden zugleich nach vorne geführt. Rücken, Bänder und Gelenke sind fest.

 

HAUT: Am ganzen Körper eng anliegend.

HAARKLEID

HAAR: Das Haar soll drahtig hart und dicht sein. Es besteht aus einer dichten Unterwolle und dem keineswegs zu kurzen, harten, dem Körper gut anliegenden Deckhaar. Das Deckhaar ist rauh, lang genug, um seine Textur überprüfen zu können, weder struppig noch gewellt. Das Haar an den Läufen neigt dazu, nicht ganz so hart zu sein. An der Stirn und den Ohren ist es kurz. Als typisches Kennzeichen bildet es am Fang den nicht zu weichen Bart und die buschigen Brauen, die die Augen leicht überschatten.

 

FARBE

• Rein schwarz mit schwarzer Unterwolle.

• Pfeffersalz.

• Schwarzsilber.

• Rein weiss mit weisser Unterwolle.

 

Für pfeffersalzfarbig gilt als Zuchtziel eine mittlere Tönung mit gleichmässig verteilter, gut pigmentierter Pfefferung und grauer Unterwolle. Zugelassen sind die Farbnuancen vom dunklen Eisengrau bis zum Silbergrau. Alle Farbspiele müssen eine den Ausdruck unterstreichende dunkle Maske aufweisen, die sich

harmonisch dem jeweiligen Farbschlag anpassen soll. Deutlich helle Abzeichen am Kopf, auf der Brust und an den Läufen sind unerwünscht.

 

Für die schwarzsilberne Farbe gilt als Zuchtziel schwarzes Deckhaar mit schwarzer Unterwolle; weisse Abzeichen über den Augen, an den Backen, am Bart, an der Kehle, an der Vorderseite der Brust zwei geteilte Dreiecke, am Mittelfuss der Vorderläufe, an den Pfoten, an der Innenseite der Hinterläufe und am After. Stirn, Nacken und Aussenseiten der Ohren sollen, wie das Deckhaar, schwarz sein.

 

GRÖSSE UND GEWICHT

Widerristhöhe: Rüden und Hündinnen zwischen 30 und 35 cm.

Gewicht: Rüden und Hündinnen ca. 4 bis 8 kg.

 

FEHLER

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. Insbesondere

• Schwerer oder runder Oberkopf.

• Stirnfalten.

Kurzer, spitzer oder schmaler Fang.

• Zangengebiss.

• Stark hervortretende Backen oder Backenknochen.

• Helle, zu grosse oder runde Augen.

• Tief angesetzte oder sehr lange, unterschiedlich getragene Ohren.

• Lose Kehlhaut.

• Wamme, schmaler Halsrücken.

• Zu langer, aufgezogener oder weicher Rücken.

• Karpfenrücken.

• Abfallende Kruppe.

• Zum Kopf hin geneigter Rutenansatz.

• Lange Pfoten.

• Passgang.

• Zu kurzes, langes, weiches, gewelltes, zottiges oder seidiges Haar.

• Braune Unterwolle.

• Bei Pfeffersalzfarbigen: Aalstrich oder schwarzer Sattel.

• Nicht sauber voneinander getrennte Brustdreiecke bei Schwarzsilber.

• Über- oder Untergrösse bis zu 1 cm.

 

SCHWERE FEHLER

• Plumper oder leichter, niedriger oder hochläufiger Bau.

• Umgekehrtes Geschlechtsgepräge (z.B. rüdenhafte Hündin).

• Nach aussen gedrehte Ellenbogen.

• Steile oder fassbeinige Hinterhand.

• Zu langer Unterschenkel.

• Nach innen gedrehte Sprunggelenke.

• Zu kurzer Hintermittelfuss.

• Weisses oder fleckiges Haar bei den Farbschlägen schwarz und pfeffersalz.

• Fleckiges Haar bei den Farbschlägen schwarzsilber und weiss.

• Über- oder Untergrösse von mehr als 1 cm und weniger als 2 cm.

 

AUSSCHLIESSENDE FEHLER

• Scheues, aggressives, bösartiges, übertrieben misstrauisches, nervöses Verhalten.

• Missbildungen jeglicher Art.

• Mangelhafter Typ.

• Gebissfehler wie Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss.

• Grobe Fehler in den einzelnen Regionen wie Gebäudefehler, Haar- und Farbfehler.

• Über- oder Untergrösse von mehr als 2 cm.

 

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert 

werden.

 

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.