Der Unterschied

Züchter vs. Vermehrer

Ein Welpe kommt ins Haus

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Ein Welpe kommt ins Haus

© Brigitta Aschenbrenner

 

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Welpen!


Der große Tag ist also gekommen und Ihr Welpe kommt zu Ihnen nach Hause.
Mit dieser Entscheidung haben Sie eine verantwortungsvolle und wunderschöne Aufgabe übernommen, die Ihnen hoffentlich viel Freude bereiten wird!
Die meisten von Ihnen waren bereits mehrmals bei uns zu Besuch und konnten die Kleinen beim Aufwachsen beobachten. Sie konnten unsere Welpen kuscheln, ihnen Namen geben und wir haben schon sehr viel besprochen. Da Sie sich in der Aufregung sicher nicht alles merken konnten, biete ich Ihnen hier eine Zusammenfassung, die sie jederzeit aufschlagen können, an.

Wir haben unser Bestes getan um unseren Welpen einen guten Start ins Leben zu geben und nun ist es an Ihnen, Ihrem Hundekind den Übergang von seinem Zuhause in die neue Heimat so einfach und schön wie möglich zu machen. Unsere Welpen werden sehr gut auf das Leben vorbereitet (sozialisiert).

Wir, unsere Freunde und deren Kinder beschäftigen uns intensiv mit den im Haus lebenden Hundekindern. Sie gehen im großen Garten auf Entdeckungsreise, werden zum Lösen erst auf Zeitungen gesetzt und später ins Freie getragen und sie werden mit den unzähligen Geräuschen und Aktionen des Alltags konfrontiert.

Nun ist es an Ihnen, die Kleinen weiter zu prägen und zu folgsamen sowie wesensfesten Junghunden zu machen.

Fühlen, Riechen, Schnuppern

Wenn Ihr Welpe das erste Mal zu Ihnen nach Hause kommt, ist er vielleicht etwas verunsichert und ängstlich.  Nach der Ankunft tragen Sie den Welpen bitte gleich zu dem Platz an dem er sein Geschäft verrichten darf, bevor Sie ihn in die Wohnung/ Haus nehmen. Loben Sie ihn wenn er sein Geschäft verrichtet hat. Der Welpe braucht nun einige Zeit um sich in seinem neuen Heim umzusehen und die neuen Gerüche aufzunehmen. Am besten ist ihn nicht sofort das ganze Haus/Wohnung zu zeigen sondern langsam Raum für Raum.

 

Ihr Welpe ist das erste Mal von der Mutter und den Geschwistern getrennt. Wichtig ist, das sie ihm einen eigenen Platz (Hundekorb) zeigen wo er sich wohl fühlen kann. Der Hundekorb sollte an einem festen Platz, zugfrei, stehen und dem Hund ausreichend Platz bieten. Das ist dann der Fall, wenn er sich auf der Seite liegend ausstrecken kann.

 

Körbe sollten außerdem mit einem herausnehmbaren Kissen ausgestattet sein, die möglichst waschbar sind. Achten Sie auch bitte darauf dass der Korb aus bissfesten Material besteht, damit der Welpe nichts verschlucken kann. Ein Welpe knabbert an allem herum und seine Zähnchen sind sehr spitz :o)

Eine preisgünstige Alternative für den Anfang sind festere Schachteln/Karton. Diese können Sie

an mehreren Plätzen im Haus aufstellen das Ihr Welpe sein Nickerchen immer in Ihrer Nähe halten kann.

Ihr neues Familienmitglied wird nun langsam aber sicher sein neues Zuhause erkunden. Welpen machen das spielerisch.


Vermeiden Sie daher bitte für den Anfang mögliche Gefahrenquellen wie:

•Stromkabel

•Gegenstände die ein Welpe leicht verschlucken kann.

•Lassen Sie bitte keine Putzmittel oder Chemikalien herumstehen.

•Entfernen Sie bitte giftige Pflanzen wie Philadendron, Weihnachtssterne, Azaleen, Efeu, Gumibaum, Diefenbachie, Zimmercalla etc.

•Falls sie einen Garten haben überprüfen Sie bitte den Zaun auf mögliche Löcher und ob das Gartentor richtig schließt. Überprüfen Sie gegebenenfalls auch die Abdeckung des Swimmingpools


Achten Sie auch bei der Auswahl der Spielsachen darauf dass der Welpe sich damit nicht die Zähne ausbeißen, oder Teile verschlucken kann!


Spielzeug

Spielen macht Hunde seelisch ausgeglichen und festigt die Bindung an ihren Besitzer. Es gibt deshalb spezielles Hundespielzeug. Vorsicht geboten ist bei zu kleinen Spielsachen. Sie können leicht im Hals stecken bleiben und Ihren Hund im schlimmsten Fall ersticken. Das gilt auch, oder besonders für Holzstöckchen.

Achtung: Ihr Welpe hält am Anfang alles für Spielzeug was im Haus herumliegt: Zeitschriften, Pflanzen, Kosmetik, Brillen, Socken und Schuhe, Hundefuttersäcke, Kabel, Mobiltelefone, Polster ........Also wirklich ALLES was herum liegt!!


Achten Sie bitte auch darauf das NIE Rasierklingen, leere Futterdosen, Glasscherben, oder Nägel in frei stehenden Mülleimer zu finden sind.

Wenn Ihr Welpe Durst hat und seine Wasserschüssel nicht gefüllt ist trinkt er auch aus anderen Behältern z.B. mit in Waschmittel eingeweichter Wäsche, aus Gießkannen mit Blumendünger usw.


Einen tollpatschigen Junghund sollte man während des ersten Halbjahres davon abhalten von Stühlen, Bänken oder Tischen zu springen und Stiegen zu steigen.

Treppen

Treppen hochgehen ist grundsätzlich gut. Es stärkt die Rückenmuskulatur. Treppen, steile Abhänge u. ähnliches hinunter springen ist für Welpen und Junghunde tabu. Die Belastung des Skelettes ist, ähnlich der Überforderung bei zu langen Spaziergängen, viel zu groß.

Futter und Wasser


Sie brauchen zwei Hundenäpfe. Einen für stets frisches, Wasser und einen für das Futter. Das Futter sollte an einem ruhigen ungestörten Platz verabreicht werden, damit der Welpe ungestört fressen kann. Wird ein Welpe beim Fressen gestört, kann es sein, dass er das Futter zu hastig schlingt und später wieder erbricht.


Ruhe ist wichtig!

Bitte bedenken Sie dass die Umstellung und die neuen Eindrücke aufregend sind. Ihr Welpe braucht deshalb unbedingt seine Ruhephasen. Ein zehnwöchiger Welpe braucht z.B. noch 15 Stunden Schlaf.


WICHTIG! Einen schlafenden Welpen soll man nicht aufwecken. Die Ruhepausen sind von der ganzen Familie zu respektieren. Sie sind gesund und wichtig für die Entwicklung des Hundes. Sollten sie schon Tiere in Ihrem Haushalt haben, lassen sie diese in den ersten Tagen bitte nicht mit dem Welpen alleine. In der Regel gewöhnen sich die Tiere aber schnell aneinander.

Bitte beachten Sie auch, dass Kinder im Spiel sehr ungestüm sein können und die kleinen spitzen Zähne des Welpen im Spiel auch für Kinder sehr unangenehm werden können. Lassen sie deshalb keine Kinder unbeaufsichtigt mit dem Welpen spielen. Sagen Sie Ihrem Kind auch dass der Welpe kein Spielzeug ist.


Auch für Kinder gilt: Den Welpen nicht aufwecken wenn er schläft!!

Manche Welpen wissen nicht, wann man zu spielen aufhören muss, sie spielen so lange, bis sie buchstäblich umfallen.

Schützen Sie Ihren jungen Hund dadurch, dass Sie, sobald Sie bemerken, dass er müde ist, ihn auf den Arm nehmen und ihn in seinem Übereifer beruhigen. Danach legen Sie ihn in sein Körbchen. Wenn Sie kurz bei ihm bleiben und leise mit ihm sprechen, wird er sehr schnell in Ruhe einschlafen. Ein Hund hat keinen Sinn für Zeit, ein paar Sekunden können eine Ewigkeit für ihn sein. Daher ist es von großer Bedeutung, dass am Anfang jemand bei ihm ist, wenn er aufwacht.

Verhindern Sie, dass Ihr Hund Trennungsangst bekommt, indem Sie für ihn da sind und ihn langsam lehren, allein zu sein.

Fragen wie „Wie lange dauert das so mit einem Welpen“ sind für mich absurd. Sie fragen ja auch nicht, wie lange es mit einem Kind dauert, bis es erwachsen wird. Hundekinder sind vergleichbar mit Menschenkindern, die in die Familie kommen, nur das Hundekinder schneller erwachsen werden.

Nase an Nase

Lassen Sie Ihr Hundekind riechen, überall im Haus und an Ihnen.
Ein Welpe möchte seine neue Familie genau kennenlernen und das geschieht bei Hunden über den Geruchsinn.
Aber auch Sie können Ihr Hundekind daran gewöhnen, dass sie es genau anschauen. Wenn der Welpe ruhig auf Ihrem Schoß liegt, drücken Sie Ihre Nase an seine. Ein Küsschen auf die Wangen sind meine Welpen gewöhnt und genießen es sehr.
Ich rieche am Fell der Kleinen und sehe ihnen dabei unauffällig unter die Rute. So kann man schön beobachten, ob alles in Ordnung ist oder der Kleine verklebt ist. Während ich ihn weiter streichle, schaue ich in die Ohren, kontrolliere die Augen auf kleine Sandmännchen und gebe ihm spielerisch die Finger in den Mund, um die Zähnchen anzusehen.
Dann kraule ich den Welpen den Bauch und gleite mit einer Hand über die Pfoten, fahre vorsichtig zwischen die Ballen, um zu sehen, dass nichts darinnen steckt, und die Krallen entlang.

So können Sie später in Ruhe die Zähne kontrollieren, die Augen und Ohren reinigen und, falls notwendig, den Popo säubern, Fieber messen und die Krallen schneiden. Auch an die Hodenkontrolle beim Tierarzt oder auf Ausstellungen gewöhnen sich die Kleinen so in Ruhe. Das Ganze dauert kaum fünf Minuten und lässt sich wunderbar am Abend unterbringen.

Solche Übungen sind sehr wichtig. Sie haben dann das Vertrauen Ihres Hundekindes, wenn es verletzt oder beim Tierarzt ist. Sie können Ihren Hund so besser reinigen, wenn Sie von der Straße kommen und es festigt die Bindung zu Ihrem Hund.
Vertrauen ist die Grundlage jeder Beziehung!

Die ersten Nächte

Lassen Sie den Welpen in den ersten Nächten in Ihrer Nähe. So kann er Sie riechen und hören. Sprechen Sie ruhig mit ihm, wenn er aufwacht oder weint. Ideal ist ein Körbchen oder ein Karton (siehe oben) mit einer Decke, die nach Mama und Geschwister riecht.

Eine, nach Mama und Geschwistern duftende Kuscheldecke bekommen Sie von mir mit.
Warten Sie mit dem Waschen der Decke ruhig ein paar Tage.

Vergessen Sie nicht, dass die ersten Nächte dem Kleinen Angst machen können.
Er soll das erste Mal alleine, ohne Mama und Geschwister, in ungewohnter Umgebung schlafen. Ihr Welpe braucht daher besondere Zuwendung, um die neue Umgebung und das Fehlen seiner Geschwister verarbeiten zu können. Loben Sie ihn oft und sprechen Sie dabei seinen Namen aus.

Sehr hilfreich sind ein alter Wecker und eine Wärmeflasche. Der Wecker vermittelt dem Kleinen durch das Ticken, ähnlich der Herzgeräusche seiner Geschwister, Sicherheit und die Wärmeflasche gibt das nötige Wohlgefühl und vermittelt Geborgenheit.

Sie können eine Hand in die Kiste halten, bis das Hundekind eingeschlafen ist. So wird es sich sicher schnell wohlfühlen. Sie bekommen dadurch am Anfang so weniger Schlaf, aber Sie schenken dem Kleinen so Sicherheit und Geborgenheit, etwas, dass Ihr Hund Ihnen sein Leben lang danken wird. 

Sauber werden

Zeigen Sie Ihrem Hundekind, wo es sich lösen darf. Aber vergessen Sie nicht, die Kleinen können ihre Schließmuskeln noch nicht so steuern. Die Schließmuskeln werden von Nervenbahnen im Gehirn gesteuert und diese sind bei Hundekindern (ähnlich wie bei Menschenkindern) noch nicht fertig ausgebildet.
Welpen fressen und trinken noch viel mehr als erwachsene Hunde (ca. viermal so viel). Da Blase und Darm noch sehr klein sind, müssen sie sich auch öfter lösen. Ich habe für die Welpen immer ein Putztuch bereit, um ein Malheur schnell zu beseitigen. Beobachten Sie Ihr Hundekind: Wenn es herum läuft in kleinen Kreisen, dann sucht es einen Platz um sich zu lösen. Wichtig ist es dann, den Welpen auf diesen Platz zu tragen.  

Eine Faustregel besagt: Nach dem Fressen, nach dem Spielen und nach dem Schlafen muss sich ein Welpe lösen.
Wenn Sie ihn suchen sehen und schnell an den richtigen Platz tragen und nach dem Geschäftchen viel loben, wird er schnell begreifen, wo er hin muss. Dazu empfiehlt es sich ein „Reizwort“ wie z.B. LACKI oder GASSI zu benutzen.

Hat Ihr Welpe sein Geschäft verrichtet, gehört er ordentlich gelobt: „Brav Lacki“ oder „Brav Gassi“.

Macht Ihr Hundekind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Beobachtungen dennoch in die Wohnung, dann schimpfen Sie bitte nur mit ihm, wenn das Malheur in Ihrem Beisein geschieht. Das heißt, wenn Sie es gerade beobachten. Der Kleine hat nach einigen Sekunden vergessen, was er gerade gemacht hat und versteht Ihre Aufregung nicht.
So könnte er schnell das Vertrauen zu Ihnen verlieren.

Auf keinen Fall die alte "Weisheit" nachmachen und seine Schnauze in die Pfütze tunken oder ihn mit einer eingerollten Zeitung schlagen. Diese Erziehungsmaßnahmen geben immer noch vermeintlichen Hundekennern weiter und bringen mich immer wieder auf die Palme.

Macht ihr Welpe trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Beobachtungen dennoch in die Wohnung, dann schimpfen Sie nur mit ihm, wenn das Malheur in Ihrem Beisein geschieht.

Nicht!! in die Pfütze tunken, sondern bestimmt "Pfui" sagen und den kleinen Kerl hochnehmen, raus tragen und warten, bis er sich wieder löst.

Nie das anschließende dicke Lob vergessen!

Haben Sie hingegen nicht beobachtet, wie sich der Kleine in der Wohnung gelöst hat, dann ist auch eine Beschimpfung zwecklos, denn Hunde können Vergangenes nicht mehr mit den strengen Worten ihres Besitzers verknüpfen. Strafen Sie Ihren Welpen und reagiert er ängstlich oder unterwürfig hat er KEIN schlechtes Gewissen. Es zeigt nur dass er Ihre ärgerlichen Signale fürchtet. Säubern Sie beschmutzte Stellen mit einem Desinfektionsmittel, damit der Geruch den Hund davor abhält, sich erneut an dieser Stelle zu lösen.

Sicherlich wird es ein paar Wochen dauern, bis der Welpe die Regeln im Zusammenleben mit Ihnen gelernt hat. Doch mit ein bisschen Geduld und viel Konsequenz ist auch diese Phase problemlos zu bewältigen.

 
Säubern Sie einfach und ruhig die beschmutzte Stelle mit einem Desinfektionsmittel, damit der Geruch den Hund davor abhält, sich erneut an dieser Stelle zu lösen. Unsere Welpen werden in der Wurfkiste an eine alte Zeitung gewöhnt. Das können Sie nutzen, indem Sie eine alte Zeitung auflegen und diese langsam, Tag für Tag, näher zum Ausgang bewegen. Bleiben Sie am Anfang wachsam und konsequent. So werden Sie schnell mit Fortschritten belohnt.

Die Welt ist so groß und alles ist interessant

Ein gesundes und in den ersten Lebenswochen gut sozialisiertes Hundekind ist aufgeschlossen und impulsiv.
Wenn es etwas sieht, das es interessiert, stürzt es sich mit Begeisterung auf das Objekt. Der Welpe sieht die Gefahren nicht.

• Achten Sie daher bitte immer darauf, dass sich Ihr Welpe nicht aus seinem Halsband oder Brustgeschirr lösen kann.
• Achten Sie bitte auch darauf, dass Ihr Garten gut eingezäunt ist und der Zaun keine Schlupflöcher hat.

Auf Brücken und Balkonen sowie Terrassen achten Sie bitte darauf, dass der kleine Hundekopf nicht durch die Gitterstäbe passt oder der Kleine irgendwo durchrutschen kann. Wenn Sie sicher sind, dass auf dem Gelände, auf dem Sie unterwegs sind, keine Gefahren drohen, dann können und sollten Sie Ihr Hundekind auch frei laufen lassen. Hier können Sie sehr gut „Herankommen“ üben, indem Sie den Kleinen laufen lassen, zu sich rufen, indem sie langsam und zum Schein zum Weglaufen ansetzen und wenn Ihr Welpe darauf hin zu Ihnen läuft, ausgiebig und freudig viel loben!

Diese Übung stärkt die Bindung zwischen Ihrem Hund und Ihnen!

Sinnvoll erziehen
LOBEN ­BELOHNEN­ SPIELEN..

..sind die drei Eckpfeiler einer guten, modernen Hundeerziehung. Caniden leben in einem Rudel. Auch unsere Hunde leben in einem Rudel mit uns Menschen. Innerhalb jedes Rudels gibt es Regeln und jedes Rudelmitglied hat seinen eigenen Rang.
Ein Hund sollte niedriger im Rang des Rudels sein als der Mensch.

Mit Hunden ist es so ähnlich wie mit Kindern: Eine gute Erziehung erleichtert den täglichen Umgang. Der wohlerzogene Hund, der im Restaurant oder bei alltäglichen Anlässen brav neben Ihnen liegt, macht Freude.
Bellende unruhige Hunde, die keine Ruhe finden, treiben Ihnen und Ihrer Umwelt die Schweißtropfen auf die Stirn.

Damit Sie und Ihr Hund ein perfektes Team werden, müssen Sie von Anfang an den richtigen Grundstein in der Erziehung legen. Eine (gute!) Hundeschule hilft Ihnen dabei.

Aber auch in zahlreichen Fachbüchern finden Sie Tipps und Anregungen für den richtigen Umgang mit Ihrem Hund. Eine gute Internetseite ist Spass mit Hund

Bitte beachten Sie, dass sehr kleine Kinder für Hunde als größere Hundewelpen betrachtet werden können und das Kindern nicht alles mit einem Hund machen dürfen. Ein erwachsener Hund akzeptiert innerhalb eines Rudels sehr viel von den Jungtieren, sollte aber ein Jungtier einmal zu weit gehen, kann er es schon einmal anknurren oder zwicken, um es in seinen Rang zu verweisen.
Damit das mit Kindern nicht passieren kann, sollten Sie kleine Kinder niemals alleine mit einem Hund lassen, egal wie gut Sie diesen Hund kennen. Mit dieser Maßnahme können zwischen dem Hund und sehr kleinen Kindern keine Missverständnisse entstehen.

Welpen-Training

Sehr zu empfehlen ist der Besuch einer guten Welpenschule.
Hundeführer und Welpe lernen einander zu verstehen und durch das gemeinsame Training und Spielen wird die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hundekind gefestigt.

Bitte achten Sie aber darauf, dass in der Hundeschule Welpentraining ernst genommen wird und dass Welpen kleinerer und größerer Rassen getrennt sind. Große Welpen können die Kleinen sehr schnell im Spiel überfordern.
Ihr Welpe muss sich dann mehr verteidigen (wehren) und hat weniger Freude am Spiel. Fragen Sie, ob die Trainer Erfahrung mit kleineren Hunderassen haben. Zwergpinscher sind sehr intelligent und schnell gelangweilt, wenn immer nur das gleiche Programm in der Hundeschule abläuft.

Verlassen Sie sich bei der Auswahl der Hundeschule auf Ihr Bauchgefühl und vereinbaren Sie erst einmal eine Schnupperstunde. So können Sie besser feststellen, ob die besuchte Hundeschule geeignet ist.

Vergessen Sie nicht, in einer Hundeschule sind Sie der Kunde!

In einer guten Hundeschule dienen Welpenkurse zum gemeinsamen Spielen, aber vor allem der weiteren Sozialisierung und Gewöhnung an ungewöhnliche Situationen. Dort sollten die Welpen raschelnde Vorhänge, Ballkisten, und vieles mehr vorfinden. Menschengruppen gehen in die Welpengruppe hinein und wieder hinaus, Kinder sind anwesend.
Vor allem aber lernen die Welpen gleichaltrige Hunde unterschiedlicher Größe kennen.

Dies alles hilft, dass die Hunde auch im Heranwachsen jegliche Situationen kennen und ihnen gelassen gegenüber stehen.
Ein wesensfester Hund ist das lohnende Ergebnis. Hat Ihr Welpe eine Übung gut durchgeführt, wird er freudig gelobt.

Hören Sie bitte immer mit einer gelungen Übung auf.

Achten Sie bitte darauf, nicht zu viele Wiederholungen zu machen, sonst besteht die Gefahr, dass Ihr Welpe die Übung nicht mehr richtig durchführt und Sie müssten mit einer verpatzten Übung aufhören. Alles neu Erlernte wird von Ihrem Hundekind im Schlaf gefestigt. Es wäre daher schade, wenn die verpatzte Übung so verknüpft wird.

Und noch ein Tipp: Nehmen Sie nicht alles tierisch ernst und seien Sie nicht zu ehrgeizig.
Haben Sie Spaß an der gemeinsamen Ausbildung mit Ihrem Welpen. Das ist schließlich das Wichtigste!  

Die Entwicklung des Hundewelpen
Die ersten Wochen sind für die Welpen prägend!

Die ersten Wochen im Leben eines Welpen sind wichtig, denn alles, was in dieser Zeit passiert, beeinflusst das Verhalten des Hundes bis ins Erwachsenenalter. Zum besseren Verständnis finden Sie hier in Kurzform die Entwicklungsstadien ab der Geburt. Damit wissen Sie, in welchem Entwicklungsstadium Ihr Hund gerade steckt und warum er sich zu einem bestimmten Zeitpunkt so verhält, wie er sich verhält.

Auch unsere Stimme spielt eine wichtige Rolle in der Erziehung des Welpen. War das Hundekind brav, wird es mit hoher Stimme freudig gelobt. Eine leisere und tiefere Stimme kommt zum Einsatz, wenn der Welpe unerzogen ist.

Ein Welpe sollte niemals geschlagen, getreten oder zur Strafe weggesperrt werden!!

Wenn Sie Ihren Hund strafen müssen, geschieht das am besten durch ignorieren. Behandeln Sie ihn, als wäre er Luft. Nicht in den Korb schicken, nicht anreden und schimpfen. Tun Sie einfach so, als ob er nicht da wäre. Vermeiden Sie den Blickkontakt. Sie werden sehen, Ihr Hund versucht alle Tricks, um wieder Ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Es ist sicher eine große Herausforderung, unerwünschtes Verhalten mit Ignoranz zu bestrafen, aber es lohnt sich.

Loben Sie Ihren Hund dafür ausgiebig, wenn er erwünschtes Verhalten zeigt!

Lassen Sie bei Ihrem Hundekind nichts durchgehen, was es als Junghund und Erwachsener nicht tun darf! Wenn die kleinen Augen so süß schauen, erliegt man schnell der Versuchung zu sagen: „Er ist ja noch so klein.“ Aber alles, was Ihr Welpe als Baby darf, wird für ihn auch als Junghund und als erwachsener Hund selbstverständlich sein. Und alles, was er als Baby nicht machen durfte, geht ihm als „Großer“ auch nicht ab.

Ihr kleiner Zwergpinscher will Ihnen gefallen und wird nie etwas absichtlich tun, um Sie zu ärgern. Wenn ein Hund etwas macht, was nicht in Ordnung oder erlaubt ist, dann nur, weil er etwas in der Erziehung nicht verstanden hat oder es vergessen hat.

Es liegt an uns, Erlerntes immer wieder zu festigen!

Hunde sind angenehme Familienmitglieder, wenn sie richtig erzogen wurden und klar, ruhig und liebevoll korrigiert werden. Ein Hund braucht Klarheit! 

Geburt und die erste Lebenswoche

Junge Hunde werden taub und blind geboren. Sie können ihre Körpertemperatur nicht selbst halten. Urinieren und Koten können sie nur, wenn die Mutter ihre Bäuche leckt. Daher ist die Nähe, Wärme und Geborgenheit der Hündin jetzt das Wichtigste. Die Welpen schlafen etwa 90 Prozent der Zeit.

Um den 7. Tag beginnen die ersten Welpen umherzukrabbeln. Um den 11.Tag beginnen sich die Augen und Ohren zu öffnen. Nach ca. drei Tagen sind die Augen und die Ohren ganz offen.

Um den 18.Tag können die Welpen ihre Ausscheidungen schon teilweise ohne Hilfe der Hündin los werden.
Solange die Welpen aber nur Muttermilch bekommen, hält die Mutterhündin die Kleinen und das Nest sauber, indem sie die Ausscheidungen aufleckt. 

Ihr Hund stellt Sie nun vor die ersten Machtproben und testet, wie ernst Sie „Nein“ wirklich meinen. „Strafen“ Sie schnell, gerecht und seien Sie niemals nachtragend. Genauso kennt der Welpe das schon von seiner Mutter und diese Art zu strafen versteht er am besten. Grundsätzlich sollten Sie mit Ihrem Welpen aber jetzt viel Spaß haben, Erziehung sollte spielerisch geschehen, mit viel Lob und Streicheleinheiten. Die Lust am Leben, die Sie ihm jetzt in seiner Jugend gönnen, wird ihn und Sie sein ganzes Leben lang begleiten.

Sozialisierungsphasen

Zwischen der 3. und 12. Woche beginnen die Sozialisierungsphasen. Während dieser Zeit soll der junge Hund verschiedene Menschentypen kennenlernen sowie einer Vielzahl diverser optischer und akustischer Reize ausgesetzt sein. Welpen, die in dieser Zeit kaum Kontakt mit Menschen haben, werden niemals sicher und kontaktfreudig im Umgang mit Menschen sein! Hier beginnt die Arbeit des guten Züchters, die Sie dann mit Ihrem Hundekind weiter leisten müssen.  

In der 10.-12. Lebenswoche ist eine weitere Sozialisierungsphase.

Bis dahin durfte sich Ihr Welpe bei den erwachsenen Tieren alles herausnehmen. Nun aber werden die Welpen schon einmal zurechtgewiesen. Die Vormachtstellung der älteren Hunde wird klargestellt.

Für Sie bedeutet das, dem kleinen Vierbeiner zu zeigen, wo seine Grenzen sind. Nicht alles, was herumliegt, darf auch angeknabbert werden. Regeln kann der Kleine jetzt schon verstehen, wenn sie ihm deutlich gemacht werden.
Der Hund ist jetzt kein Baby mehr, sondern entspricht im Entwicklungszustand in etwa einem Kleinkind. Erziehung durch den Menschen muss hier unbedingt mit Konsequenz und Liebe ansetzen. Nicht immer leicht bei einem so niedlichen Hundekind, aber wirklich wichtig!  

In der 13.-16. Woche ist Rangordnungsphase

Würde Ihr Welpe noch in einem Hunderudel leben, so würde in dieser Zeit die Rangordnung klargestellt werden. Dabei geht es allerdings nicht immer nur um körperliche Kraft. Da Ihr Welpe aber bei Ihnen im Familienverband lebt, wird er versuchen, mit Ihnen um die Rangordnung zu „kämpfen“. Er ist jetzt im Kindergartenalter und versucht immer wieder einmal, seine Grenzen zu überschreiten. Bitte seien Sie darauf bedacht, das Oberhaupt zu bleiben.

Unterbinden Sie liebevoll, aber konsequent Grenzüberschreitungen. Wenn Sie das schaffen, wird Ihr Welpe langsam, aber sicher Ihre Stellung als „Rudelführer“ anerkennen und Ihnen mit Freude überallhin folgen. Ab der 16. Woche fallen die Milchzähne aus, das neue Gebiss wächst nach. Der junge Hund knabbert alles an, was er zu beißen kriegt. Abhilfe schaffen z.B. Büffelhautknochen. Sie helfen Ihrem Welpen und Ihren Möbeln ☺

In der 17.- 24. Woche

festigt sich das Umgebungsbewusstsein In diesen Wochen beginnt das Hundekind seinen Lebensraum zu erfassen und sich einzuprägen. Bereits Gelerntes sollte weiter vertieft werden. Wichtig ist auch, wie schon von klein auf, weiterhin den Hund mit Artgenossen zusammenkommen zu lassen, damit er hundespezifisches Sozialverhalten lernt.

Zwischen dem 5. und 6. Monat wird der Hund dann selbstständiger und benötigt eine „festere“ Hand, denn nun steuert er in die Pubertätsphase hinein.

Im 6.-12. Monat beginnt die Pubertätsphase Während dieser Zeit ist Ihr Hund ein Teenager und lehnt sich gegen alles und jeden auf. Sein Benehmen wird flegelhaft und immer wieder versucht er Ihre Stellung als „Chef“ ins Wanken zu bringen. Sollte Ihr Hund in dieser Zeit versuchen, knurrend den Futternapf, Knochen oder das Sofa zu verteidigen, lassen Sie das auf keinen Fall zu. Machen Sie ihm in aller Konsequenz klar, dass die Regeln, die zu Beginn an gestellt wurden, immer noch gelten.

Ab etwa dem 7. Monat


kann die Hündin läufig werden und der Rüde beginnt mit Markierungsverhalten, indem er an jeder Ecke das Bein hebt. Nun wird Ihr Hund langsam erwachsen. Er ist er in der Pubertät und testet alle bisherigen Regeln auf Gültigkeit.

Diese Zeit können Sie gut dazu nutzen, Ihre eigene Konsequenz zu festigen! Halten Sie weiterhin an den aufgestellten Regeln fest, der junge Hund wird sich einfügen und seinen Platz im Familienverband (Rudel) bald wieder finden.  

Tipps für den ersten Arztbesuch

Der erste Tierarztbesuch ist aufregend und stellt die Weichen für die Zukunft. Er legt fest, ob Ihr Vierbeiner gerne oder weniger gerne die Tierarzt-Praxis betritt. Nehmen sie sich für den ersten Termin nichts Spezielles vor. Lassen Sie sich einen Termin geben, damit dem Welpen Wartezeiten erspart bleiben. Nehmen Sie Leckerlis mit und belohnen Sie ruhiges Verhalten. So wird Ihr Hund den Tierarzt-Besuch von Anfang an mit etwas Positivem verbinden.  

Impfen und Entwurmen

Fast jeder Welpe bekommt von seiner Mutter Spulwürmer bzw. Larven mit auf den Weg. Mit Hilfe derer entwickelt der Welpe bereits von Beginn an Abwehrstoffe gegen Würmer aber trotzdem wurde Ihr Welpe bei uns entwurmt.
Eine Wurmkur beugt nicht gegen eine Neu-Infizierung vor und sollte daher ein bis zwei Mal jährlich durchgeführt werden. Würmer können das Immunsystem schwächen und möglichen Infektionen freie Bahn geben.
Entwurmen Sie Ihren Hund vor oder nach einer Impfung, aber nicht gleichzeitig mit dieser. Ideal wäre wenn Sie können eine Kotprobe (ein Abstrich jeweils von zwei bis drei Tagen) zum Tierarzt bringen und auf Wurmlarven untersuchen lassen. Ihr TA kann gezielt gegen einen eventuellen Wurmbefall vorgehen und sie ersparen Ihrem Hund unnötige Chemie.

Genauso wie bei Menschen muss auch ein Hund gegen häufig vorkommende und lebensbedrohende Krankheiten grundimmunisiert werden. Bis etwa zur 6. Woche ist der Welpe noch durch die Muttermilch geschützt. Dieser Schutz nimmt danach kontinuierlich ab.
Die Erstimmunisierung geschieht beim Züchter. Alle Impfdaten stehen in Ihren EU-Impfpass, den Sie bei Abholung Ihres Welpen mitbekommen. Zu Impfungen lesen Sie bitte hier weiter

Die Tollwutimpfung ist ein Einzelimpfstoff. Tollwut müssen Sie nur impfen, wenn Sie auf Ausstellungen gehen oder ins Ausland fahren. Die Tollwutimpfung mache ich nie gleichzeitig mit den Jahresimpfungen und nie vor 6 Monaten. Neu ist, dass eine Tollwutimpfung jetzt gesetzlich nur noch alle 2 oder 3 Jahre vorgeschrieben ist, wenn im Beipacktext des verwendeten Impfstoffes steht, dass die Impfung 2 oder 3 Jahre hält.
Da im Moment in den meisten Beipackzetteln nur 1 Jahr Gültigkeit bestätigt wird, fragen Sie Ihren Tierarzt nach der zweijährigen oder dreijährigen Tollewutimpfung!! 

Essensreste sind kein Hundefutter

Hunde vom Tisch zu füttern ist nicht nur schlecht, weil Sie dann nie mehr in Ruhe essen können. Es gibt durchaus noch andere Gründe, die dagegen sprechen. Ihr Hund wird zunehmen, wenn er zu seinem normalen Futter noch Extra-Rationen bekommt und er kann krank werden, denn sein Verdauungssystem ist nicht für Menschenkost ausgerichtet. Wenn Sie ihm daher Essensreste füttern wollen, sollten Sie ihm ausschließlich rohes oder gekochtes Gemüse, Topfen, Reis, Nudeln oder etwas Obst geben. Futter Im Alter von 2 bis 6 Monaten wird Ihr Welpe dreimal täglich, ab ca. 6 Monaten zweimal täglich und ab ca. einem Jahr einmal täglich gefüttert. Unsere Hunde werden geBARFt.

Das bedeutet, sie werden mit rohem Fleisch, Knochen, Gemüse, Milchprodukten und wenig Getreideprodukten gefüttert. Näheres unter www.barfers.de oder auf meiner Homepage unter BARF.

Damit die Umstellung in der neuen Familie aber kein Problem wird, wurde Ihr Welpe auch an Fertigfutter gewöhnt.

Es gibt mittlerweile unzählige Futtersorten.


Bitte verwenden Sie am Anfang nur das von uns gefütterte, von dem Sie auch für die erste Zeit genug mitbekommen. Sollten Sie das Futter umstellen, beginnen Sie bitte langsam und mischen Sie das gewohnte Futter jeden Tag mit ein wenig von dem neuen Futter, täglich mehr. Zum Beispiel drei Viertel des gewohnten Futters mit einer viertel Portion des neuen, dann ein halbe Portion altes Futter mit der Hälfte des neuen usw.

Zum Futter immer frisches Wasser bereitstellen!!

Sie können auch Reis, Nudeln, gekochtes oder rohes Kalbs-, Rind- und Geflügelfleisch, Obst (Bananen, Äpfel), Polenta, Joghurt und Gemüse beigeben.
Sollte Ihr Welpe durch die Umstellung etwas Durchfall haben, können Sie ihm Reis oder Haferschleim 1 bis 2 Tage zum Futter mischen. Joghurt können Sie 2-3 Mal in der Woche geben, er wirkt sich positiv auf die Magen- und Darmflora aus. Geben Sie Ihrem Hund Karotten zum Knabbern oder regelmäßig ins Futter, sie werden so gut wie nie ein Probleme mit der Verdauung oder Durchfall haben. Karotten sind auch sehr gut fürs Fell und die Pigmente.
Aber geben Sie bitte immer einen guten Kaffeelöffel qualitativ hochwertiges, kalt gepresstes Öl dazu, damit die in der Karotte enthaltenen Wirkstoffe auch vom Hund aufgenommen werden können.

Was darf auf keinen Fall gefüttert werden?


Schokolade, Süßigkeiten, gewürzte Speisen! Bitte füttern Sie, wenn überhaupt, nicht NUR mit Dosenfutter! Hunde bekommen dabei sehr gerne Durchfall (die meisten Dosen enthalten nur 4% Fleisch, der Rest sind tierische Nebenerzeugnisse), schlechte Zähne und einen unangenehmen Geruch aus der Schnauze.

Ab und zu können sie aber bedenkenlos Dosenfutter geben, wenn es Ihr Hund verträgt. Dann aber bitte nur gute Marken ohne Formfleisch, ohne Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe und mit wenigen bis gar keinen tierischen Nebenerzeugnissen. 

Krallen

Ihr Hund hat zu lange Krallen, wenn man diese beim Gehen am Boden aufschlagen hört. Zu lange Krallen gehören unbedingt geschnitten, sie können Haltungs- und Gelenkschäden verursachen. Am besten Sie gehen damit zu Ihrem Tierarzt.  

Zähne

Zur Vorsorge gegen Zahnbelag und schlechte Zähne können Sie Rinderhautknochen, Rindsohren oder Kalbsknochen roh geben. Wie bei vielen Zwergrassen könnte es auch beim Zwergpinscher zu Problemen beim Zahnwechsel kommen. Bitte kontrollieren Sie im Alter von 4 bis 7 Monaten immer wieder das Gebiss. Falls der Milchreißzahn nicht von alleine ausfällt und der neue Zahn in eine falsche Richtung wächst, kontaktieren Sie mich oder lassen Sie den Milchzahn vom Tierarzt entfernen!  Lesen Sie mehr..

Augen und Ohren

Augen und Ohren müssen öfters auf Verunreinigungen kontrolliert werden.
Bei leicht rinnenden Augen können homöopathische Augentropfen verwendet werden. Bei starker Augenentzündung sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Halsband, Brustgeschirr und Leine

Im Haus sollte ein Hund kein Halsband tragen. Es besteht Verletzungsgefahr und vom ständigen Tragen kann der Hund kahle Stellen am Hals bekommen. Meine Hunde wissen, wenn das Halsband abgenommen wird, haben wir Freizeit.
Sollten Sie ein Brustgeschirr verwenden, nehmen Sie bitte den Welpen zur Anprobe mit ins Geschäft. Das Geschirr muss perfekt sitzen, sonst kann es zu Haltungsschäden hinter den Vorderbeinen führen. Ein schlecht sitzendes Geschirr scheuert an der Haut und führt zu kahlen Stellen.

Spielen mit anderen Hunden

Zu lange Spielphasen sind für das wachsende Skelett nicht gut. Zudem müssen Sie den Größenunterschied der Spielpartner beachten. Gleich große Welpen können/dürfen länger miteinander spielen als ein Zwerg mit einem großen Hund.
Nach einigen Minuten intensivem Spielen nehmen Sie Ihren Welpen an die Leine und schalten ihn für ein paar Minuten ab, d.h. lassen Sie ihn zur Ruhe kommen, bevor Sie die nächste Spielphase erlauben.

Zwergschnauzer und große Hunde

Bitte verlassen Sie sich nicht auf die allgemeine Regel, dass ein Welpe immer Welpenschutz hat. Es kommt immer auf den einzelnen Hund an, manche Hunde mögen keine Welpen und nicht jeder fremde Hund ist gut sozialisiert und hat ein freundliches Wesen gegenüber seinen Artgenossen!
In den ersten Monaten ist es für unseren Welpen trotzdem sehr wichtig, mit freundlichen Artgenossen Kontakt zu haben. Versäumen Sie es bitte nicht. Natürlich sollen Sie aber bitte bei Ihrem Welpen darauf achten, dass sein Spielkamerad kein zu ungestümer, wilder Junghund einer größeren Rasse ist, das kann dazu führen, dass ihr Welpe Angst vor großen Hunden bekommt!

Die ersten Hundekontakte sollte man am besten mit ruhigen, ausgeglichenen, geduldigen Hunden oder mit kleinen Welpen beginnen. Hören Sie bitte auch nicht auf den falschen Rat, dass Hunde (Welpen) alles alleine ausmachen müssen. Wenn der Spielpartner in Stärke überlegen ist, zum „Rüpel“ wird und Ihr Welpe Angst vor ihm hat, beschützen Sie Ihren Welpen und weisen Sie den anderen Hund zurecht, sollte es sein Besitzer nicht tun.

Die Mutterhündin würde Ihr Kind auch vor „Rüpeln“ beschützen!! 

Verhalten zum Hund

Ein Hund ist kein Kind, das nicht sprechen kann, sondern von Natur aus ein völlig anderes Wesen als der Mensch.
Er ist ein Canide, stammt vom Wolf ab und ist, wie sein Urahn, ein Meutetier, das Gesellschaft liebt, und verkümmert, wenn er sich selbst überlassen wird.
Sein angeborenes und erworbenes Sozialverhalten ermöglicht dem Hund in einer Familie eine Meute zu finden, in dem er seine Rangordnung innerhalb des Rudels suchen wird. Damit ist Ihnen von Beginn an die Möglichkeit gegeben, ihn durch artgerechte Haltung und Erziehung in Ihr Familienleben einzufügen. Der Hund ist ein höher entwickeltes Säugetier.
Er besitzt ein hervorragendes Lernvermögen und ein ebenso vorzügliches Gedächtnis.
Dies befähigt ihn, aus angenehmen und unangenehmen Erfahrungen zu lernen und sich dementsprechend zu verhalten. Der Hund vermag jedoch nicht in menschlichen Begriffen zu denken. Das Hirn des Hundes ist einfacher ausgestattet als das des Menschen. Jedoch verfügt er über genügend Fähigkeiten, um mit Ihnen in Kontakt zu treten.
Sehr interessant und aufschlussreich ist es, sich mit den „Calming Signals“ auf der spass-mit-hund Seite zu beschäftigen.

Sie lernen, wie Sie sich verhalten müssen, damit Ihr Hund erkennen kann, was Sie von ihm wollen. Ihr Hund muss sich erst an Ihre Laute und „Kommando-Worte“ gewöhnen, um diese mit der von ihm erwarteten Handlung in Verbindung zu bringen.  

Zur Wahrnehmung seiner Umgebung benutzt der Hund seine Sinnesorgane: Nase, Gehör, Augen, Tast- und Geschmackssinn.
Die Nase, auf die sich der Hund in erster Linie verlässt, hat ein weit größeres Riechfeld als das des Menschen. Hund: 120-170 cm², Mensch: 5-7 cm². Auch in seinem Gehör ist der Hund dem Menschen weit überlegen. Er nimmt Töne und Geräusche in Frequenzbereichen wahr, die wir Menschen nicht hören können.

Der Hund ist ein Bewegungsseher, der auf erhebliche Distanz, ca. 500-700 Meter, etwas erblicken kann. Ein stillstehendes Objekt allerdings kann er im Gegensatz zu uns Menschen wohl sehen, aber er hat nicht die Fähigkeit, das Objekt auch zu erkennen.

Zum Abschluss

Ich würde für Sie gerne eine Vertrauensperson bleiben, die Sie immer kontaktieren können. Im Laufe des Lebens Ihres Hundes werden Sie sicher mit vielen Fragen konfrontiert. Ich kann Ihnen sicher nicht alle beantworten, aber ich werde versuchen, Ihnen jederzeit zu helfen.  

© Text und Bilder - Brigitta Aschenbrenner