Der Unterschied

Züchter vs. Vermehrer

Ein Welpe kommt ins Haus

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Der Unterschied zwischen Züchter und Vermehrer

 Definition Rassehund

Ein Rassehund ist ein Hund, der nachweislich über mehrere Generationen von Vorfahren der gleichen Rasse abstammt. Rassehunde werden von Züchtern in Zuchtverbänden gezüchtet und in deren Zuchtbuch eingetragen. Die Zugehörigkeit zu einer Rasse wird durch Ahnentafeln des jeweiligen Zuchtverbands, die so genannten Papiere dokumentiert. Die Zuchtverbände richten sich bei der Zucht der Hunde nach dem jeweiligen FCI Rassestandard.

Bei Rassehunden handelt es sich um nachweislich über viele Generationen in Reinzucht gezogene Hunde. Durch die Reinzucht wird eine hohe phänotypische Stabilität der Rasse gewährleistet, so dass die Nachkommen von Rassehunden wiederum (mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit) dem Rassestandard entsprechen.Bei Rassehunden liegen die Gene für viele Merkmale reinerbig vor.

Quelle: Wikipedia

 

Was unterscheidet Zucht von der Vermehrung?

Der Begriff Zucht wird in der Literatur als planmäßig durchgeführte Verpaarung von Tieren beschrieben. Dabei verfolgt man für diese Tiere ein bestimmtes Zuchtziel, wie Gesundheit, Körperbau, Leistung, Wesen und einiges mehr. Beim Züchter und im Zuchtverband werden über die Zuchttiere, Welpen und deren Ahnen genaue Aufzeichnungen geführt. Die Abstammungspapiere dokumentieren eine lückenlose Reihe von Ahnen welche von Zuchtrichtern als zuchttauglich befunden wurden.

 

Im Unterschied dazu gilt Vermehrung im Gegensatz zur Zucht als wahllos und ohne bestimmtes Ziel. Vermehrern sind Rassemerkmale und Standard der Rasse egal.

 

Ein guter Züchter wird seine Welpen fördern und optimal sozialisieren. Das beginnt im Idealfall mit dem Anbieten vielfältiger Alltagsreize und ausreichender Bewegungsfreiheit auf verschiedenen Bodenbeläge (Fliesen, Teppich, Gras uvm.) und dem Kennenlernen verschiedener Materialien im Haushalt wie z.B. Stoff, Pappe, Plastik, und Spielzeug.

 

Ein Welpe wird mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert und lernt durch seine Erfolge. Er gewinnt dadurch an Selbstsicherheit und Souveränität. Die Welpen werden im Idealfall mit alltagsüblichen Geräuschen konfrontiert und lernen dadurch Menschen- und Kinderstimmen, Haushalts- und Gartengeräte, Radio und Fernsehen, Türklingel uvm. kennen.

 

Welpen mit diesem optimalen Hintergrund haben das Potential sich zu einem zuverlässigen, freundlichen, verschmusten und anhänglichen vierbeinigen Partner zu entwickeln.

 

Diese notwendige erste Sozialisierung können weder der Händler, noch der Vermehrer (welcher meist den Welpen für den Händler produziert hat) leisten. Alleine aufgrund des zumeist umfangreichen Angebots verschiedener, gefragter Rassen bleiben die meisten Welpen von der Anlieferung bis zum Verkauf in ihren kargen Verkaufsboxen. Die nicht vorhanden Sozialisierung zeigt aufgrund der fehlenden Welpenprägung später mehr oder wenig schwere Verhaltensauffälligkeiten, mit welchen Hund und Besitzer manchmal ein Leben lang zu kämpfen haben.

 

Die meisten Welpen haben bereits vor ihrer Ankunft beim Händler schlechte Erfahrungen gemacht. Viele werden in den wichtigsten Entwicklungs- und Lernphase viel zu früh, oft schon ab fünf Wochen aus ihrer Umgebung, weg von Mutter und Geschwistern gerissen.

 

Die illegalen Transporte, wo Welpen in dunklen Kofferräumen, schaukelnden Transportern und in engen Transportkisten mit ihrer Angst alleine gelassen sind, prägen das Tier und beeinflussen das Grundvertrauen in den Menschen. Viele Menschen die der Versuchung so einen Welpen zu kaufen nicht widerstehen konnten und viele Tierärzte die mit diesen armen Geschöpfen konfrontiert wurden können davon berichten. Die meisten über Durchfallerkrankung, Husten, magere und verwurmte Welpen. Krankheiten wie Parvovirose, welche eine hoch ansteckende Infektionskrankheit ist  oder Staupe sind keine Seltenheit. Viele dieser Welpen überleben nicht!

 

Der relativ günstige erscheinende Anschaffungspreis solcher Welpen, leider oft ein Grund für den Kauf, weitet sich bei Behandlungen meistens in große Summen, teilweise mehrere tausend Euro aus, welche in die danach notwendige tierärztliche Behandlung gesteckt werden müssen.   Ein teures „Schnäppchen.“

 

Bei einem seriösen Züchter bekommen Sie gesunde, anatomisch einwandfreie und wesenstarke Welpen, denn nur in einem erstklassigen Umfeld können sich Jungtiere wunschgemäß entwickeln. Sie können einen Züchter sehr leicht von einem Vermehrer unterscheiden.

 

Ein Züchter gehört einem von der FCI anerkannten Rassehundeverein,

in unserem Fall dem 1. ÖSPK 1914 an.

 

Ein Züchter gibt seine Welpen gechipt und geimpft ab (CHIPFLICHT) und er hat eine Gewährleistungspflicht!

 

Ein Züchter hat vor der ersten Deckung viele Kosten zu tragen:

Anschaffung von Zuchthunden, Ausstellungs- und Körgebühren, Anfahrtskosten zum Deckrüden sowie die Deckgebühr, laufende Tierarztkosten, Welpenaufzucht, Klubgebühren und Ausstellungsgebühren der Ahnentafeln und vieles mehr.

Diese Kosten tragen zu dem rasseüblichen Anschaffungspreis bei.

 

Was macht einen guten im Züchter im Idealfall aus?

 

Ein guter Züchter kann Ihnen das Muttertier oder vielleicht sogar den Deckrüden zeigen, auf jeden Fall aber nennen. Er zeigt Ihnen sicher gerne die Wurfgeschwister und seine älteren, soweit vorhandene, Hunde. Er bittet Sie in sein Haus und zeigt Ihnen wie die Welpen aufgewachsen sind und er hat selten mehr als zwei Rassen in seiner Zucht.Sein Zuchtziel ist „seine“ Rasse erhalten und verbessern.

Der Züchter hat nicht mehr als maximal einen Wurf mit der Hündin pro Jahr.

 

Ein guter Züchter wird Ihnen keine Welpen ohne Papiere billiger anbieten als mit Papieren und sie werden die Welpen niemals vor der achten Lebenswoche abgeben.Ein guter Züchter wird mit Ihnen über Ihre familiäre und berufliche Situation sprechen und eventuell mit Ihnen einen Kaufvertrag abschließen denn er hängt an seinen Welpen und sucht für sie nur das allerbeste Zuhause.Meistens hält Kontakt mit Ihnen und veranstaltet im Idealfall Welpentreffen.

 

Woran erkennen Sie nun eine gute Zuchtstätte?


Im Idealfall werden Sie bei Ihrem ersten Besuch freundlich von der Mutterhündin und ihren Welpen empfangen. Die Wurfkiste bzw. der Welpenauslauf sind sauber und welpengerecht ausgestattet. Die Welpen sind gut genährt, gesund und frei von Parasiten.

 

Die Welpen, so sie nicht gerade schlafen, sind lebhaft, verspielt und neugierig auf den Besuch.

Im Idealfall dürfen Sie den kompletten Wurf im Beisein der Mutterhündin anschauen und Ihre Besuche während der Welpenzeit bis zur Abgabe sind erwünscht. Der Anschaffungspreis entspricht dem rasseüblichen Preis.

 

In Ihrem Interesse - Hände weg von Vermehrern!

 

Verzichten Sie auf Welpen

• Wenn Sie regelmäßig Welpen- bzw. Verkaufsanzeigen desselben Anbieters finden.

• Wenn Sie sich „Ihren Welpen“ bereits im Internet aussuchen und bestellen können.

• Wenn Ihnen eine Lieferung nachhause oder auf einen Parkplatz angeboten wird.

• Wenn ein Anbieter jederzeit Welpen anbietet da immer genug Auswahl vorhanden ist.

• Wenn Sie mehrere, besonders aktuelle Rassen angeboten bekommen.

• Wenn Ihnen Welpen weit unter dem rasseüblichen Preis gehandelt werden.

 

Diesen erfragen Sie am besten beim zuständigen Rassehundeverein.

 

© Brigitta Aschenbrenner